Westgerman Prostate Center
Klinik am Ring
Hohenstaufenring 28
D-50674 Cologne, Germany
Fon.: +49-221-92424-470
Fax: +49-221-92424-460
info@wpz-koeln.de
Computergestützte Behandlung zerstört den Tumor |
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Westdeutsches Prostatazentrum bietet deutschlandweit einzigartiges Behandlungskonzept bei Prostatakarzinom Köln– „Vorsorge ist die beste Medizin“ – das gilt auch für die häufigste Krebsneuerkrankung bei Männern, den Prostatakrebs. Wird er frühzeitig erkannt, so bestehen für die Betroffenen je nach Therapieform Heilungschancen von bis zu 90 Prozent. Als Alternative zur radikalen Prostataentfernung hat sich hierbei vor allem die so genannte Brachytherapie – das Einbringen von Strahlungsquellen in die Prostata – als anerkanntes Verfahren etabliert. Das Westdeutsche Prostatazentrum unter dem Dach der Klinik am Ring in Köln hat sich auf die beiden Techniken dieser schonenden Behandlungsmethode spezialisiert und bietet jetzt neben der Seed-Implantation auch die Afterloading-Therapie an. Damit ist das interdisziplinäre Zentrum eine von nur wenigen Einrichtungen in Europa, in der beide Formen der Brachytherapie ambulant zur Verfügung stehen. „Damit schließen wir eine Lücke in der ambulanten Krebstherapie des Prostatakarzinoms: Je nach Größe und Beschaffenheit des Tumors können wir die optimale Behandlungsstrategie für jeden einzelnen Patienten festlegen“, erklärt Dr. Stephan Neubauer, Facharzt für Urologie und Leiter des Westdeutschen Prostatazentrums. Die Brachytherapie zur Behandlung von Prostatakrebs Patienten mit Prostatakarzinom steht mit der Brachytherapie eine neue, schonende Behandlung zur Verfügung. Diese hat in den USA in den letzten zehn Jahren einen besonderen Stellenwert erreicht und die mit vielen Nebenwirkungen verbundene operative Totalentfernung der Prostata als bisheriges Standardverfahren weitgehend verdrängt. „Bei der Brachytherapie werden Strahlungsquellen direkt in die Prostata gebracht“, erklärt Dr. Gregor Spira, Facharzt für Strahlentherapie im Westdeutschen Prostatazentrum. „Das bedeutet: Der Tumor wird durch die Strahlung zerstört, die Prostata bleibt jedoch erhalten.“ Für den Patienten bietet die Methode entscheidende Vorteile: minimal-invasiver, organerhaltender Eingriff, Möglichkeit der ambulanten Behandlung, geringere Komplikations- und höhere Potenzrate als bei der operativen Prostataentfernung. Seed-Implantation Es gibt in der Behandlung des Prostatakarzinoms zwei grundsätzliche Techniken der Brachytherapie: die Seed-Implantation und die Afterloading-Therapie. Bei der Seed-Implantation werden unter ständiger Ultraschallkontrolle bis zu 80 kurzstrahlende, kleinste Strahlungsquellen (sogenannte “Seeds”) aus Jod in die Prostata eingesetzt. „Die Seeds verbleiben im Körper des Patienten und entfalten über Monate ihre Strahlenwirkung auf das Prostatakarzinom“, so Dr. Spira. „Das Tumorgewebe wird durch die hochdosierte, gezielte Strahlung von innen zerstört.“ Afterloading-Therapie Bei der Afterloading-Therapie wird dagegen nur eine einzige Strahlenquelle aus Iridium zur Bestrahlung eingesetzt. Diese fährt die zuvor unter Ultraschall gesetzten Punktionsnadeln einzeln ab und bestrahlt den Tumor vor Ort. Die reine Bestrahlungszeit dauert hierbei nur wenige Minuten und der Patient befindet sich währenddessen in einem speziellen Strahlenschutzbunker – dieser wurde in die Praxisräume integriert. Im Gegensatz zur Seed-Implantation verbleibt die Strahlungsquelle beim After-Loading nicht im Organ, die Bestrahlung erfolgt lediglich temporär und wird 1 bis 2mal in etwa einwöchigen Abständen wiederholt. Sowohl während der Seed-Implantation als auch bei der Afterloading-Therapie können die Urologen und Strahlentherapeuten die Behandlung in Echtzeitübertragung mittels modernster Computertechnik auf dem Monitor verfolgen. In der Regel werden beide Techniken der Brachytherapie im Westdeutschen Prostatazentrum ambulant durchgeführt - der Patient kann die Klinik ein bis zwei Stunden nach dem Eingriff wieder verlassen. Interdisziplinäres Konzept Das Westdeutsche Prostatazentrum unter dem Dach der Klinik am Ring in Köln wurde im Herbst 2002 gegründet. Die Gründer Dr. Derakhshani, Dr. Neubauer und Dr. Spira haben sich auf die moderne Therapie des Prostatakarzinoms spezialisiert. Die urologische Abteilung, die Strahlentherapie, die radiologische und nuklearmedizinische Abteilung, die Schmerz-Ambulanz und die Pathologie haben sich zu einem Zentrum zusammengeschlossen. Der Vorteil: Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit der unterschiedlichen Fachärzte können neben dem gesamten Spektrum der Diagnostik, auch alle modernen operativen und strahlentherapeutischen Therapieformen des Prostatakarzinoms innerhalb eines Zentrums angeboten werden. Die Durchführung der Brachytherapie wird von den Urologen Dr. Derakhshani und Dr. Neubauer sowie den Strahlentherapeuten Dr. Spira und Metz vorgenommen. „Durch die langjährige Kooperation mit den Kollegen der Strahlentherapie sind wir in der Lage, alle modernen Formen der Brachytherapie in einem erfahrenen Team anzubieten und durchzuführen“, so Dr. Pedram Derakhshani, Facharzt für Urologie des Westdeutschen Prostatazentrums. Die neu gestalteten Praxisräume sind so ausgestattet, dass die Patienten nicht das Gefühl haben, sich in einer Klinik zu befinden. Vorsorge und Risikofaktoren Das Prostatakarzinom ist eine Krebsart, an der in der Regel Männer zwischen dem 60. und 80. Lebensjahr erkranken. Allerdings sind auch immer mehr jüngere Männer davon betroffen. Daher ist eine regelmäßige, jährliche Vorsorgeuntersuchung für Männer ab dem 50. Lebensjahr außerordentlich wichtig. „Hierzu gehören in jedem Fall die Kontrolle des PSA-Wertes (Prostataspezifisches Antigen), welches mittels einer einfachen Blutuntersuchung bestimmt werden kann, sowie die Untersuchung der Prostata durch Abtasten und eine Ultraschalluntersuchung“, erklärt Dr. Neubauer. „Die Kombination dieser Verfahren gibt die größte Sicherheit, den Prostatakrebs frühzeitig zu entdecken. Ergeben sich bei der Untersuchung Auffälligkeiten entnimmt der Urologe mehrere Gewebe-Proben aus der Prostata. Die Probenentnahme wird in unserer Abteilung unter Ultraschallkontrolle in örtlicher Betäubung oder in einer Kurznarkose ambulant vorgenommen.“ Es wird seit längerem vermutet, dass auch die Ernährung eine nicht unwesentliche Rolle bei der Entwicklung eines Prostatakarzinoms spielt. Eine schützende Wirkung werden insbesondere dem erhöhten Verzehr von Sojaprodukten zugeschrieben und der Substitution von Vitamin E und Selen, ebenso der Reduktion oder dem Verzicht auf tierische Fette und tierisches Eiweiß und der vermehrten Aufnahme von Obst und Gemüse. Auch die Genetik beeinflusst das Risiko, an Krebs zu erkranken. Haben bereits der Vater oder Bruder Prostatakrebs, besteht ein bis zu 3-fach höheres Risiko an dem Krebs der Vorsteherdrüse zu erkranken. In diesem Fall ist es ratsam, spätestens ab dem 40. Lebensjahr zur regelmäßigen Kontrolluntersuchung zu gehen. verwandte Themen: Computergestützte | Prostata | Behandlung | Tumor | Krebsneuerkrankung | Prostatakarzinom | Prostatakrebs | Prostataentfernung | Nebenwirkungen | Brachytherapie | Verfahren | Techniken | Strahlungsquellen | Afterloading-Therapie | Vorsorge | Risikofaktoren | Krebs | Seed-Implantation |