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Westgerman Prostate Center
Klinik am Ring
Hohenstaufenring 28
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Fax:  +49-221-92424-460
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Home News Press Releases 2010 Treffsicher diagnostizieren, punktgenau bestrahlen

Treffsicher diagnostizieren, punktgenau bestrahlen

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Fokale Therapien in der Behandlung von Prostatakrebs

Noch präziser, noch wirkungsvoller, noch weniger Nebenwirkungen - das Westdeutsche Prostatazentrum (WPZ) setzt auf fokale, strahlentherapeutische Methoden zur Therapie von Prostatakrebs. Im Fokus stehen dabei einzelne Tumorherde, die gezielt zerstört werden, während die Prostata erhalten bleibt.

Bei jedem sechsten Mann über 50 Jahre wird heute Prostatakrebs diagnostiziert. Davon weisen 90 Prozent einen Tumor auf, der auf die Prostata beschränkt ist und keine Absiedelungen (Metastasen) gebildet hat. „Dank immer differenzierterer Di-agnoseverfahren ist es heute möglich, nicht nur Prostatakrebs in immer früheren Stadien zu entdecken, sondern auch Ausprägung und Beschaffenheit des Tumors sehr präzise zu bestimmen“, erläutert Dr. Pedram Derakhshani, Urologe im Westdeutschen Prostatazentrum. Neben der Basisdiagnostik bedient sich das interdisziplinäre Zentrum für Prostataerkrankungen hochempfindlicher Verfahren aus der Labordiagnostik und Bildgebung zur Entdeckung tumorverdächtiger Areale in der Prostata. So etwa misst die ultraschall-basierte Elastographie die Dehnungsfähigkeit des Prostatagewebes und kann auf Grund der unterschiedlichen Dehnungsei-genschaften von Tumor und gesundem Gewebe, krebsverdächtige Bereiche identi-fizieren. Auch der PCA3-Test ist eine hilfreiche und in vielen Fällen sinnvolle Ergänzung zum herkömmlichen PSA-Test.


Präzise Diagnose, zielgerichtete Therapie

Je differenzierter die Diagnose, desto zielgerichteter kann die Behandlung erfol-gen. „Es macht wenig Sinn, Betroffenen, die aufgrund der günstigen Ausprägung des Tumors oder ihres Alters kein klinisch relevantes Tumorwachstum zu erwarten, die Prostata vollständig zu entfernen“, betont Dr. Derakhshani. Eine radikale Prostata-OP sei hier der falsche Ansatz, zumal der Eingriff mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden sein kann. So leiden bis zu 50 Prozent der Operierten nach dem Eingriff an einer Belastungsinkontinenz und 30 bis 100 Prozent an einer erektilen Dysfunktion.1 Ziel der Therapie ist es daher, einzelne Tumorherde gezielt zu zerstören aber die gesamte Prostata als Organ zu erhalten. Der Vorteil: Patienten müssen deutlich geringere Nebenwirkungen für die Behandlung in Kauf nehmen ohne Einbussen in der Heilung zu befürchten.

Als Technik für die Fokaltherapie eignet sich vor allem die innere Bestrahlung, die s.g. Brachytherapie Unter ständiger Ultraschallkontrolle werden bis zu 80 kleinste Strahlenquellen (Seeds) in die Prostata eingesetzt. „Die Seeds verbleiben im Kör-per des Patienten und entfalten über Monate ihre Strahlenwirkung auf das Prostatakarzinom“, so Derakhshani. Das Tumorgewebe wird durch die hochdosierte Strahlung punktgenau von innen zerstört. Nachbarorgane wie Darm, Blase und Harnleiter werden indessen geschont.

Das macht sich in der Lebensqualität und Zufriedenheit der Patienten bemerkbar, wie eine bundesweite Patientenbefragung2 zeigen konnte. „Es darf nicht sein, dass Männer mit einem kleinen, gut abgegrenzten Tumor durch die Operation in ihrer Lebensqualität massiv eingeschränkt werden“, betonte Derakhshani. Die Zukunft gehöre vielmehr fokalen Therapiemethoden, die den Tumor sicher zerstören, ohne das gesamte Organ zu entfernen.

 

Literatur:

1Thompson I, Thrasher JB, Aus G, Burnett AL, Canby-Hagino ED, Cookson MS, D'Amico AV, Dmochowski RR, Eton DT, Forman JD, Goldenberg SL, Hernandez J, Higano CS, Kraus SR, Moul JW, Tangen CM, AUA Prostate Cancer Clinical Guideline Update Panel. Guideline for the management of clinically localized prostate cancer:2007 update. J Urol 2007;177(6):2106-31.

2Wagner, W. et al. 2008: Patients` general contentment with and Quality of Life (QoL) after treatment for prostate cancer (PC) and oncological rehabilitation