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Westdeutsches Prostatazentrum
Klinik am Ring
Hohenstaufenring 28
50674 Köln

Tel.: 0221-92424-470
Fax: 0221-92424-460

info@wpz-koeln.de

Afterloading - Ablauf

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Vor der Afterloadingtherapie
Nachdem Urologe und Strahlentherapeut die Indikation zur Afterloadingtherapie gestellt haben, wird sechs bis acht Tage vor dem Eingriff die „Vorplanung“ mittels transrektalem Ultraschall über den Enddarm durchgeführt. Die so entstandenen Bilder werden an einen Planungsrechner übermittelt. Anhand der Größe, Form und Lage der Prostata berechnet der Strahlentherapeut die Durchführbarkeit der Afterloadingtherapie
Blutverdünnende Medikamente wie Aspirin, ASS oder Plavix® müssen in Abstimmung mit dem behandelnden Arzt eine Woche vor der Operation abgesetzt werden. Am zweiten Tag vor dem Eingriff erfolgt die Einnahme eines Antibiotikums sowie eines Alpha-Blockers gemäß der ärztlichen Verordnung. Am Tag vor dem Eingriff sollten schwer verdaulich Speisen gemieden werden. Sechs Stunden vor dem Eingriff darf weder gegessen noch getrunken werden. Am Abend vor dem Eingriff erfolgen abführende Maßnahmen, um den Enddarm zu leeren.

Der Eingriff
In Zusammenarbeit mit dem Strahlentherapeuten bringt der Urologe unter transrektaler (durch den Endarm) Ultraschallkontrolle spezielle Hohlnadeln an die zuvor berechneten Positionen in die Prostata des Patienten ein. Dies geschieht in einer kurzen Narkose. In einem nächsten Schritt werden Ultraschall-Schichtbilder für die Bestrahlungsplanung angefertigt.
Mit Hilfe eines speziellen Computerprogramms berechnet der Strahlentherapeut die Beladung der einzelnen Hohlnadeln mit der Iridium-192-Quelle. Die winzige Strahlenquelle kann in Millimeter-Schritten jede Position der Nadel abfahren und an den errechneten Haltepunkten über einen definierten Zeitraum ihre Strahlung abgeben. Insgesamt werden bis zu 200 mögliche Haltepunkte der Strahlenquelle definiert.
Nachdem Bestrahlungsplan und Dosisverteilung fertig gestellt sind, werden alle Nadeln mit dem Afterloading-Gerät mittels dünner Ausfahrschläuche verbunden. Dann erst erfolgt die eigentliche Bestrahlung, d.h. die Strahlenquelle fährt nun Nadel für Nadel ab und bestrahlt den Tumor vor Ort. Dabei sind die Nadeln fest in der Prostata fixiert, so dass sich Ziel- und Risikoorgane in ihrer Lage und Entfernung zueinander nicht ändern. Die reine Bestrahlungszeit dauert nur wenige Minuten und der Patient befindet sich währenddessen in einem speziellen Strahlenschutzbunker. Genauso wie bei der Seed-Implantation können Urologen und Strahlentherapeuten die Behandlung in Echtzeitübertragung mittels modernster Computertechnik auf dem Monitor verfolgen. Dabei werden kleinste Abweichungen der Implantationsnadeln von dem zuvor berechneten Bestrahlungsplan sofort berücksichtigt und entsprechend optimiert. Nachdem die Prostata vollständig bestrahlt wurde, können die Nadeln wieder entfernt werden und der Patient kann aus der Narkose erwachen. Der Eingriff dauert in der Regel 60 bis 90 Minuten. Zwischen den zwei bis drei Behandlungen sollte jeweils mindestens eine Woche Pause liegen.
Die zusätzliche äußere Bestrahlung nimmt ca. 5 Wochen in Anspruch und wird vor dem HDR-Afterloading durchgeführt. Insgesamt wird 25 Mal mit je zwei Gy Einzeldosis bis zu einer Gesamtdosis von 50 Gy an fünf Tagen pro Woche bestrahlt.

Nach der Therapie
Die urologischen Nachsorgeuntersuchungen wie die Bestimmung des PSA-Wertes, eine Ultraschalluntersuchung sowie die Bestimmung von Erektionsfähigkeit und Miktion anhand standardisierter Fragebögen erfolgen zunächst vierteljährlich. Normalerweise können die Patienten Ihre beruflichen Aktivitäten innerhalb weniger Tage nach dem Eingriff wieder aufnehmen. In der ersten Zeit sollten die Behandelten sich körperlich schonen und auf Folgendes achten: In den ersten zwei Wochen sind Baden, Schwimmen Saunabesuche, sexuelle Aktivitäten sowie schweres Heben verboten. Druckbelastung von Prostata und Damm, z. B. durch Fahrradfahren, Reiten oder Sitzen auf harten Flächen sollte für etwa vier Wochen vermieden werden.