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Westdeutsches Prostatazentrum
Klinik am Ring
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Cabazitaxel bietet neue Behandlungsoption bei fortgeschrittenem Prostatakarzinom

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Nach wie vor gilt die Chemotherapie mit Docetaxel (Taxotere®) als Standardbehandlung bei Patienten mit einem metastasierten Prostatakarzinom, die nicht mehr auf die Hormonbehandlung ansprechen. Kommt es unter dem Cytostatikum jedoch zu einem weiteren Fortschreiten der Erkrankung, existierte bis vor kurzem keine weitere zugelassene Behandlungsstrategie.

Wirkmechanismus von Cabazitaxel
Mit Cabazitaxel (Jevtana®) steht nun erstmals ein neues Zytostatikum als Second-Line-Therapie für Patienten zur Verfügung, bei denen die Behandlung mit Docetaxel fehlgeschlagen ist. Wie das Chemotherapie-Medikament hemmt auch Cabazitaxel Zellteilung und –wachstum des Tumorgewebes sehr effektiv, indem es an das Protein Tubulin bindet und dieses stabilisiert. Ein großer Vorteil: Die neue Substanz hat eine geringere Affinität zu einem Protein (P-Glykoprotein), welches zytostatische Subtanzen wieder aus der Tumorzelle schleust und somit die Wirksamkeit reduziert.

Mehrere klinische Studien konnten zeigen, dass Cabazitaxel auch bei Patienten, deren Erkrankung nach der Docetaxel-Therapie fortgeschritten war, eine Tumor bekämpfende Wirkung hat. Die Behandlung vermindert jedoch nicht nur das Tumorwachstum sondern hat auch einen Einfluss auf die Überlebenszeit. Cabazitaxel ist damit die erste Therapie, die nach einer Behandlung mit Docetaxel das Überleben bei Patienten mit einem metastasierten kastrations-resistenten Prostatakarzinom verlängern kann.

Cabazitaxel wird als Infusionslösung alle drei Wochen verabreicht. Zu den häufigsten unterwünschten Wirkungen gehören Blutarmut, Blutbildstörungen und Durchfall.