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Westdeutsches Prostatazentrum
Klinik am Ring
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Prolia für Prostatakrebs-Patienten mit Knochenmetastasen

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Knochenmetastasen verursachen bei Patienten mit einem Prostatakarzinom oft starke Schmerzen und führen zu erheblichen körperlichen Beeinträchtigungen. Durch die Zerstörung der Knochensubstanz treten ohne stärkere Krafteinwirkung vermehrt Knochenbrüche auf. Bei Befall der Wirbelsäule besteht außerdem die Gefahr, dass durch den Zusammenbruch von Wirbelkörpern Nerven oder das Rückenmark selbst gequetscht werden (Rückenmarkskompression).

Seit November 2010 (FDA-Zulassung) steht diesen Patienten mit Prolia® (Denosumab) ein neues Osteoporose-Medikament zur Verfügung. Der monoklonale Antikörper hemmt den Abbau der Knochensubstanz und reduziert dadurch die Häufigkeit von belastenden Knochenkomplikationen bei Prostatakrebs-Patienten mit Knochenmetastasen und mindert die belastenden Schmerzen.

Die Substanz wird alle vier Wochen in einer Dosierung von 120 mg unter die Haut injiziert. Die häufigsten unerwünschten Ereignisse unter Prolia® sind Infekte der Harn- und oberen Atemwege, Verstopfung, Hautausschläge und Gliederschmerzen.

Weniger Knochenbrüche
Um dem Knochendichteverlust vorzubeugen ist Prolia® darüber hinaus auch für Patienten mit einem nicht metastasierten Prostatakarzinom geeignet, die sich einer langfristigen Hormontherapie unterziehen müssen. So erzielte die HALT-Studie (Hormone Ablation Bone Loss Trial) sehr gute Ergebnisse: Nach 36 Monaten hatten Patienten, die mit Prolia® anstatt Placebo behandelt wurden, ein um 62 Prozent verringertes Risiko für Wirbelkörperfrakturen.