Westdeutsches Prostatazentrum
Klinik am Ring
Hohenstaufenring 28
50674 Köln
Tel.: 0221-92424-470
Fax: 0221-92424-460
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Qualität der Dosisverteilung bei der realtime-modifizierten Dosisplanung der permanenten Seedimplantation Neubauer S1, Spira G2, Kacpura W2, Derakhshani P1 (1) Abteilung für Urologie, Westdeutsches Prostatazentrum, Klinik am Ring, Köln (2) Abteilung für Radioonkologie, Westdeutsches Prostatazentrum, Klinik am Ring, Köln Einleitung und Zielsetzung:
Bei der LDR-Brachytherapie zeigen sich signifikant höhere Raten an biochemischer Rezidivfreiheit bei einer D90-Prostata>140Gy. Die realtime-modifizierte Dosisplanung (RPM) bietet die Möglichkeit den Dosisplan sofort an intraoperative Verschiebungen der Seedposition anzupassen. Wir untersuchten Dosisplanung und Implantationsparameter unter RPM. Methodik: Seit Einführung der Realtime-Planung wurden zwischen 10/02 und 12/05 689 konsekutive Patienten mit PSI behandelt. Die Seeds wurden in einer modifizierten peripheren Beladungstechnik platziert. Das aktuelle Ultraschallbild wurde mit der intraoperativen Dosisplanung fusioniert. Eine RPM wurde anhand der realen Seedposition nach jeder Nadel vorgenommen. Ergebnisse: Bei einem intraoperativen Prostatavolumen von 31,6 ml (11 – 88) wurden im Mittel 45 Seeds über 17 Nadeln implantiert. Die intraoperative Dosisplanung ergab folgende mittlere Dosisparameter: D90-Prostata 175,85 Gy (Range 133-194 Gy), V100-Prostata 97,56% (Range 90-100%), D30-Urethra 198,53 Gy (Range 158-227 Gy), D10-Rektum 88,55 Gy (Range 34-129 Gy). In der RPM veränderten sich die mittleren Dosisparameter nicht signifikant (D90-Prostata 176,67 Gy, V100-Prostata 97,40%, D30-Urethra 198,94 Gy, D10-Rektum 85,89 Gy). Die reale Umsetzung des Dosisplans führte unter RPM somit nicht zu einer Verschlechterung der Dosisverteilung. Die von der American Brachytherapy Society (ABS) geforderten Dosisparameter wurden in vier Fällen nicht erreicht. In diesen vier Fällen mit isolierten “Cold-Spots” wurden vier bis sieben zusätzliche Seeds nachimplantiert. Schlussfolgerung: Veränderte Seedpositionen im Vergleich zur intraoperativen Vorplanung führten bei Verwendung einer RPM nicht zu einer Verschlechterung der Dosisparameter. Die Echtzeit-Modifikation ist in der Lage Implantationsschwächen aufzudecken und gibt dem Behandler die Möglichkeit diese intraoperativ auszugleichen. |